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Vorschau: Rallye Polen, 7. Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft 2016

Vorschau: Rallye Polen, 7. Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft 2016

Rallye-Spektakel auf der Masurischen Seenplatte – Schotterpneus von Michelin für raue Pisten gewappnet

Der Klassiker lässt bitten: Die Rallye Polen, Lauf sieben der diesjährigen Weltmeisterschaftssaison, ist gleich nach der weltberühmten „Monte“ die zweitälteste Rallye der Welt. 1921 erstmals ausgetragen, zählte sie 1973 auch zur damals neu gegründeten WM. Nur drei Teilnehmer erreichten damals das Ziel in Wertung, den Sieg teilte sich der Deutsche Achim Warmbold mit seinem Beifahrer Jean Todt. 2009 gab die Rallye Polen ein kurzes Comeback im WM-Kalender, seit 2014 gehört sie durchgehend zur Königsklasse des Rallye-Sports und hat sich längst als eine der schnellsten Schotterveranstaltungen des Jahres etabliert. Der MICHELIN LTX Force-Schotterspezialist findet auf der masurischen Seeplatte bekanntes Geläuf vor – auch wenn ein Großteil der 306,1 Wertungsprüfungskilometer neu sind oder modifiziert wurden.

Um die in Polen äußerst populäre Veranstaltung für Zuschauer noch attraktiver zu gestalten und wohl auch aus Gründen der Sicherheit haben die Veranstalter die Streckenführung im Vergleich zu 2014 und 2015 nochmals stark geändert. Nur die Wertungsprüfungen (WP) „Goldap“ und „Swietajno“ sowie „Mikolajki Arena“ – der Zuschauerrundkurs nahe des Service Parks rund 250 Kilometer nördlich von Warschau gelegenen Start- und Zielorts – entsprechen dem Vorjahr. Mit „Babki“, „Baranowo“, „Stanczyki“ und „Wieliczki“ wurden vier weitere neu konfiguriert, während „Chmielewo“, „Stare Juchy“ und „Sady“ zu einem früheren Zeitpunkt schon einmal zum Programm gehörten, nun aber ganz anders gefahren werden. Insgesamt warten 21 Prüfungen auf die 67 Teilnehmer-Crews.


MICHELIN LTX Force-Schotterspezialist wird in Polen richtig gefordert
Wie zuvor gilt auch in diesem Jahr: Auf polnischem Schotter geht es richtig flott zur Sache, nur bei der Rallye Finnland erreichen die Turbo-Allradler noch höhere End- und Durchschnittsgeschwindigkeiten – nicht selten wird sogar die 200-km/h-Marke durchbrochen. Als Belastung für die LTX Force-Pneus von Michelin kommen streckenspezifische Besonderheiten hinzu: In dem vergleichsweise weichen Untergrund bilden sich oftmals tiefe Spurrillen, in denen vor allem bei der zweiten Passage spitze und/oder große Steine auf die Spezialreifen der französischen Marke lauern.

Auch in dieser Saison stellt Michelin seinen Partnern für die Rallye Polen wieder zwei Varianten des 15 Zoll großen LTX Force zur Verfügung. Der „S4“ zeichnet sich durch eine weichere Läufflächenmischung aus und kommt vor allem bei kühleren Temperaturen bis 15 Grad Celsius sowie bei Regen in Betracht – und dürfte damit angesichts der durchwachsenen Witterungsprognose die bevorzugte Wahl sein. Die härtere „H4“-Variante besitzt zwar das gleiche Profildesign, eignet sich aber für besonders aggressive, trockene Oberflächen und wärmeres Wetter.   


Jacques Morelli: „Der Reifendruck spielt eine wichtige Rolle“
„So oder so: Die Fahrer müssen den Reifendruck ihrer LTX Force-Pneus vor und zwischen den einzelnen Prüfungen genau im Blick behalten“, verrät Jacques Morelli, Leiter des Rallye-WM-Engagements von Michelin. „Niedriger Druck ist auf dem weichen Untergrund natürlich gut für die Traktion, zugleich wächst aber auch die Gefahr, dass die Reifenschultern Beschädigungen von außen davontragen.“

Insgesamt dürfen die Teams während der Rallye Polen pro Fahrzeug in der WRC-Klasse 28 Reifen verbrauchen. Michelin transportiert 1.715 Pneus nach Mikolajki.   


Starkes Teilnehmerfeld – fast alle Topautos setzen auf Pneus von Michelin
Der Blick in die Starterliste der diesjährigen Rallye Polen lässt das Herz der Fans höher schlagen: Gleich 15 World Rally Cars haben für die fünfte Schotterveranstaltung der Saison genannt, hinzu kommt eine imposante Armada von insgesamt 24 weiteren Turbo-Allradlern aus der R5-Kategorie – ganz abgesehen von den zehn Teilnehmern der Junioren-Weltmeisterschaft, die auf Reifen von Michelin mit Citroën DS3 R3T über die Startrampe rollen. Die Rolle des Favoriten auf den Gesamtsieg kommt dabei unweigerlich dem Volkswagen Motorsport-Werksteam und Titelverteidiger Sébastien Ogier zu – auch wenn der Dominator seit vier Rallyes nicht mehr gewinnen konnte. Der frischgebackene Vater hat den WM-Lauf rund um Mikolajki in den vergangenen beiden Jahren gewonnen. Mit seinem Polo R WRC und auf Pneus von Michelin geht der Tabellenführer auf den ersten beiden Rallye-Etappen am Freitag und Samstag erneut als Erster auf die dann noch staubigen Schotterpisten – im Trockenen ein Nach-, bei Regen ein Vorteil. Die Jagd auf ihren Teamkollegen eröffnen Andreas Mikkelsen aus Norwegen und der Finne Jari-Matti Latvala von der dritten beziehungsweise sechsten Startposition aus.   


Alle jagen Volkswagen – auch die anderen Werksteams setzen auf Michelin
Besonders starke Gegenwehr ist im Land der Masuren auch von Hyundai zu erwarten. i20 WRC-Pilot Hayden Paddon aus Neuseeland konnte bereits die Rallye Argentinien für sich entscheiden, der Belgier Thierry Neuville sicherte sich auf Sardinien den zweiten WM-Laufsieg seiner Karriere. Rang zwei in der Fahrerwertung nimmt aber derzeit der fließig Punkte sammelnde Spanier Dani Sordo im dritten Auto der in Alzenau nahe Frankfurt beheimateten Werksabordnung der koreanischen Marke ein.

Dass er auf Pneus von Michelin siegen kann, hat auch der Citroën DS3 WRC bereits bewiesen – obwohl der Doppelwinkel in diesem Jahr nur sporadisch in der WM antritt, bevor das Werksteam für die kommende Saison wieder mit vollem Engagement und neuem Auto zurückkehrt. In Polen gehen zwei der Turbo-Allradler an den Start: Stéphane Lefebvre aus Frankreich steuert den einen, der Ire Craig Breen den anderen.

Vom Fiesta RS WRC sind gleich sechs Exemplare mit von der Partie – nur vier setzen auf Pneus von Michelin. Hierzu gehören die beiden Topautos von M-Sport mit dem Norweger Mads Östberg und Eric Camilli aus Frankreich. Lorenzo Bertelli stellt seinen Ford auf Pirelli-Reifen, Ott Tänak vertraut auf Material von DMACK.   


Straffer Zeitplan ohne Servicepause am Samstagmittag
Los geht es in Polen bereits am Donnerstag: Ab 19.08 Uhr eröffnet die erste Zuschauerprüfung in der „Mikolajki Arena“ die Rallye-Action. Wirklich ernst wird es am Freitagmorgen ab 7.15 Uhr an der Grenze zur russischen Enklave Kaliningrad mit der 6,52 Kilometer kurzen WP „Chmielewo 1“. Insgesamt umfasst die erste Etappe zehn Prüfungen über 121,92 WP-Kilometer. Am Samstag stehen drei weitere WP auf dem Programm, die jeweils doppelt befahren werden. Besonderheit hier: Der Mittagsservice entfällt – in Goldap dürfen die Teilnehmer nur nachtanken und Reifen wechseln. Den Sonntag kennzeichnen vier weitere Prüfungen, wobei die 8,55 Kilometer lange „Sady 2“ das Geschehen ab 12.08 Uhr als sogenannte „Power Stage“ abrundet. Hier geht es um bis zu drei WM-Extrapunkte für die schnellsten Drei.

Aus deutscher Sicht interessant: Die Sportsender Sport1 und Sport1+ übertragen speziell am Sonntag einzelne Prüfungen der Rallye Polen live. Hinzu kommen tagesaktuelle Zusammenfassungen am Abend.   





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