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Vorschau: Rallye Finnland, 8. Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft 2016

Vorschau: Rallye Finnland, 8. Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft 2016

Spektakel pur: Weltbeste Rallye-Piloten setzen bei finnischen Vollgasfestspielen auf den Schotterreifen MICHELIN LTX Force

Atemraubende Sprünge über mehr als 40 Meter, anspruchsvolle Schotterprüfungen durch finnische Fichtenwälder und ein extremer Ritt auf der Rasierklinge bei Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h: Der WM-Lauf im hohen Norden ist eine der größten Herausforderungen im Kalender der Rallye-Weltmeisterschaft. Am kommenden Wochenende kämpfen Sébastien Ogier, Mads Östberg, Kris Meeke, Thierry Neuville und der Rest der Rallye-Elite um Sekundenbruchteile und wichtige WM-Punkte. Dreh- und Angelpunkt ist traditionell die Universitätsstadt Jyväskylä. Nahezu alle Top-Teams vertrauen dabei auf den MICHELIN LTX Force. Der Schotterspezialist der französischen Premiummarke überzeugt mit hervorragender Traktion, großer Präzision und vorbildlicher Zuverlässigkeit.


Extreme Driftwinkel, spektakuläre Flugeinlagen, Fahrkunst in Perfektion: Die Rallye Finnland gehört zu den Highlights des gesamten Motorsportjahres. Traditionell pilgern Zehntausende Fans zu den Wertungsprüfungen in den finnischen Wäldern und harren zwischen Birken und Fichten stundenlang aus, um ihren Helden zu huldigen. Am kommenden Wochenende feiert der Klassiker seine 66. Ausgabe. Bereits 1973 – dem Premierenjahr der Rallye-Weltmeisterschaft – zählte die Rallye Finnland zur Königsklasse der Quertreiberkunst. 2016 gastieren die tollkühnen Lenkradartisten zum 43. Mal im hohen Norden.


MICHELIN LTX Force: Hohe Spitzengeschwindigkeiten, tollkühne Sprünge
Die Rallye Finnland ist – gemeinsam mit der Rallye Polen – der schnellste Lauf im gesamten WM-Kalender. Im vergangenen Jahr tobte Sieger Jari-Matti Latvala in seinem Michelin bereiften VW Polo R WRC mit durchschnittlich 125,44 km/h durch seine Heimat. Damit war die Rallye Finnland der bis dato schnellste WM-Lauf der bisherigen Geschichte. Auf den schmalen Schotterpfaden rund um Jyväskylä erreichen die etwa 320 PS starken Turbo-Allradler Geschwindigkeiten von mehr als 200 km/h. Dabei ist höchste Präzision gefragt.

Da die Wertungsprüfungen mit zahlreichen „blinden“ Kuppen gespickt sind, kommt dem sogenannten Aufschrieb – mit dem der Copilot dem Fahrer den weiteren Streckenverlauf „vorbetet“ –  eine besonders große Bedeutung zu. Die Rallye-Profis platzieren ihre Fahrzeuge zumeist schon vor Sprüngen für die nachfolgenden Kurvenpassagen.   


MICHELIN LTX Force: Robuster Schotterspezialist für rasante Highspeed-Festspiele
Aufgrund der Kombination aus Highspeed-Pisten und den vielen weiten Sprüngen sind die Reifen besonderen Belastungen ausgesetzt. Allein auf der weltberühmten WP „Ouninpohja“ gehen die Autos rund 70 Mal in die Luft. Bei der Landung wirken auf die Pneus und das Fahrwerk enorme Kräfte. Hinzu kommt: Nach der ersten Durchfahrt hinterlassen die kraftvollen Allradler auf den Schotterwegen häufig Spurrillen. Beim zweiten Durchgang lauern dort dann spitze und/oder große Steine auf die Spezialreifen der französischen Marke.

Michelin stellt seinen Partnerteams für die Rallye Finnland wieder zwei Varianten des 15 Zoll großen LTX Force zur Verfügung. Der MICHELIN LTX Force S4 zeichnet sich durch eine weichere Läufflächenmischung aus und kommt vor allem bei kühleren Temperaturen bis 15 Grad Celsius sowie bei Regen in Betracht. Die härtere „H4“-Variante besitzt zwar das gleiche Profildesign, eignet sich aber für besonders aggressive, trockene Oberflächen und wärmeres Wetter. Während der vergangenen fünf Ausgaben der Rallye Finnland setzten die WRC-Werksfahrer bei 96 Prozent aller Wertungsprüfungen auf den weicheren MICHELIN LTX Force S4.   


Jacques Morelli: „Top-Traktion ist der Schlüssel zum Sieg“
„Bei dieser Rallye geht es vor allem um absolute Präzision und bestmögliche Traktion“, verrät Jacques Morelli, Leiter des Rallye-WM-Engagements von Michelin. „Unter dem vergleichsweise harten Schotterbelag befindet sich eine sandige Schicht. Dieser WM-Lauf bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus engen und sehr schnellen Passagen. Viele Streckenabschnitte sind zudem technisch sehr anspruchsvoll. Daher sind guter Grip und bestmögliche Traktion hier absolut entscheidende Faktoren. Mit ihren vielen Sprüngen und den enorm hohen  Geschwindigkeiten bietet die Rallye Finnland für die Zuschauer die perfekte Show. Die Durchschnittsgeschwindigkeiten dürften jedoch etwas geringer sein als noch vor vier Wochen in Polen. Ganz gleich, welche Bedingungen am Wochenende vorherrschen werden: Der MICHELIN LTX Force ist auch für die spezielle Streckencharakteristik in Finnland ausgelegt.“

Insgesamt dürfen die Teams während der Rallye Finnland pro Fahrzeug in der WRC-Klasse 24 Reifen einsetzen. Hinzu kommen jene Pneus, die beim sogenannten Shakedown aufgezogen werden. Michelin transportiert insgesamt 1.780 Reifen nach Jyväskylä. Dabei rüstet die französische Premiummarke auch zahlreiche Top-Teams in der WRC2-Kategorie sowie alle Fahrzeuge in der Junioren-Weltmeisterschaft (JWRC) aus.   


Rallye Finnland mit neuer Streckenführung – Power Stage live im Fernsehen
Für Fahrer und Fans hält der finnische WM-Lauf in diesem Jahr zahlreiche Neuerungen bereit. Auf dem Programm stehen 24 Wertungsprüfungen (WP) über 333,99 Kilometer. Im Vergleich zum Vorjahr sind 43 Prozent der Gesamtdistanz Neuland – darunter auch die legendäre, 33 Kilometer lange WP „Ouninpohja“: Sie wird erstmals in umgekehrter Richtung gefahren. Darüber hinaus feiern die Prüfungen „Lempää“ und „Oittila“ – früher unter dem Namen „Mutanen“ bekannt – ihr Comeback. Sie wurden zum letzten Mal 1994 respektive 1999 unter die Räder genommen. Ein weiteres Novum: Den Teams stehen zwischen den einzelnen WP keine sogenannten Remote Services zur Verfügung, an denen kleinere Schäden mit Bordmitteln behoben werden dürfen. Die Fahrer müssen daher taktisch klug zu Werke gehen, denn Beschädigungen können hierdurch schnell das vorzeitige Aus bedeuten.

Los geht es am Donnerstagvormittag mit dem sogenannten Shakedown. Um 18 Uhr deutscher Zeit wird es dann mit der 2,27 Kilometer kurzen Wertungsprüfung „Harju“ zum ersten Mal richtig ernst. Der Zeitplan am Freitag ist mit elf WP voll bepackt. Der längste Tag der gesamten Rallye ist jedoch der Samstag: Hier müssen die weltbesten Lenkradartisten insgesamt 150,82 Kilometer gegen die Uhr bestreiten. Am Sonntag folgen vier weitere Prüfungen. Auf der abschließenden Power Stage „Oittila 2“ können die drei schnellsten Piloten noch einmal bis zu drei WM-Extrapunkte erobern. Der Fernsehsender Sport1 überträgt dieses Spektakel ab 12 Uhr live. Die Sieger der diesjährigen Rallye Finnland werden um 14 Uhr deutscher Zeit gekürt.   


Ogier führt zur Saisonhalbzeit – Citroën gibt WM-Gastspiel
Nach sieben vom 14 WM-Läufen führt der amtierende Champion Sébastien Ogier mit Beifahrer Julien Ingrassia die Fahrerwertung in seinem Michelin bereiftenVW Polo R WRC souverän an. Der Franzose hat 51 Punkte Vorsprung auf Teamkollege Andreas Mikkelsen und zählt zu den heißen Favoriten auf den Finnland-Sieg. Allerdings liegt sein erster und bislang einziger Triumph im hohen Norden inzwischen drei Jahre zurück. Hinter Mikkelsen und dessen Copilot Anders Jaeger folgt mit Hyundai-Pilot Hayden Paddon der Überraschungsmann der Saison. Der Neuseeländer, der einen mit Reifen von Michelin besohlten Hyundai i20 WRC steuert, stand gemeinsam mit Beifahrer John Kennard bereits drei Mal auf dem Podium – in Argentinien feierte er sogar seinen ersten WM-Laufsieg.

Für den dritten Volkswagen-Werksfahrer Jari-Matti Latvala und Co Miikka Anttila ist der Weltmeistertitel mit 75 Zählern Rückstand auf Ogier bereits in weite Ferne gerückt. Bei seiner Heimrallye stand der Finne bislang zwei Mal ganz oben auf dem Siegerpodest: 2015 wiederholte er den Triumph aus dem Vorjahr. Hyundai-Mann Dani Sordo muss indes auf den Start bei der Rallye Finnland verzichten. Der Spanier, derzeit WM-Fünfter, erholt sich noch von einem schweren Testunfall. Für ihn klettert der Niederländer Kevin Abbring ins Cockpit des Michelin bereiften Hyundai – es wird sein erster Einsatz im neuen i20 WRC. Den dritten Hyundai pilotiert Thierry Neuville zusammen mit Beifahrer Nicolas Gilsoul. Für den Belgier begann die Saison nach einem dritten Platz bei der Rallye Monte Carlo enttäuschend – bis Neuville das Steuer mit einem Sieg auf Sardinien wieder herumriss. Mit 61 Punkten rangiert er in der WM-Wertung auf Position sieben.

Ford-Pilot Mads Östberg möchte in unmittelbarer Nähe zu seiner norwegischen Heimat stark auftrumpfen. Zusammen mit Ola Fløene steuert er einen von M-Sport eingesetzten und mit Pneus aus Clermont-Ferrand bestückten Ford Fiesta RS WRC. Teamkollege Eric Camilli und Copilot Benjamin Veillas fiebern ihrem ersten Finnland-Start für M-Sport entgegen.

In Finnland unterbricht zudem das Citroën-Werksteam die selbst verordnete WRC-Pause. Kris Meeke/Paul Nagle pilotieren den Michelin bereiften Citroën DS3 WRC mit der Startnummer sieben. Darüber hinaus setzen die Franzosen einen zweiten Allradler für Craig Breen/Scott Martin ein.

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