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Report: Formel E-Saisonfinale 2015/2016 London

Report: Formel E-Saisonfinale 2015/2016 London

Sébastien Buemi und Renault e.dams gewinnen Titel, der MICHELIN Pilot Sport EV macht Platz für hochmodernen Nachfolger

Die FIA Formel E-Saison 2015/2016 hat am vergangenen Wochenende mit zwei Endläufen in London ein hochdramatisches und im wahrsten Sinne des Wortes elektrisierendes Finale erlebt. Zwei überlegene Siege von Nicolas Prost haben Renault e.dams die erfolgreiche Titelverteidigung in der Teamwertung beschert. Nach einem kuriosen Startunfall zwischen den beiden Meisterschaftsanwärtern Sébastien Buemi und Lucas di Grassi, die das letzte Saisonrennen am Sonntag punktgleich in Angriff genommen hatten, sicherte Buemi durch die schnellste Runde sich und der französischen Werks-Équipe auch die Fahrerkrone. Nach zwei erfolgreichen Jahren verabschiedete sich auf dem britischen Rundkurs der innovative MICHELIN Pilot Sport EV von der Formel E – sein Nachfolger für die kommende Saison wird bereits getestet.

Im 19. Jahrhundert diente der südlich der Themse gelegene Battersea Park der britischen Hauptstadt gerne als Treffpunkt für Duellanten. Für den nicht minder spannenden Zweikampf, den Sébastien Buemi und Lucas di Grassi an gleicher Stelle nun um die Fahrerkrone in der auslaufenden Formel E-Saison ausgefochten haben, griffen die beiden Kontrahenten jedoch nicht zu Florett oder Degen, sondern wie gewohnt zu ihren rein elektrisch angetriebenen Rennwagen.


Kalt, warm, regennass, trocken: MICHELIN Pilot Sport EV stellte Vielseitigkeit unter Beweis
Mit seiner überdurchschnittlichen Länge von 2,922 Kilometern und 17 Kurven stellte der temporäre Rundkurs nicht nur die Fahrer, sondern auch den Pilot Sport EV-Einheitsreifen von Michelin vor eine große Herausforderung – die schmalen Wege des Parks sind sehr wellig, fallen nach außen ab und bieten nur wenig Grip. Hinzu kam das anfänglich kühle und wechselhafte Wetter. Bei Temperaturen von lediglich zehn Grad Celsius am Morgen sowie immer wieder einsetzendem und bisweilen sogar heftigem Regen konnte der profilierte 18-Zoll-Pneu seine besondere Vielseitigkeit perfekt unter Beweis stellen. Am Sonntag lockerte die Bewölkung dann auf, und als die Sonne herauskam, trocknete die Piste immer weiter ab.   


Ausgangslage vor beiden Finalläufen versprach großartige Unterhaltung
Nach seinen Siegen beim Auftaktrennen in Peking sowie im uruguayischen Punta del Este hatte Buemi den deutschen ePrix in Berlin für sich entschieden und war damit bis auf einen Punkt wieder an di Grassi im Abt-Schaeffler-Auto herangerückt. Auch Lauf eins am Samstag brachte noch keine Vorentscheidung: Zwar fuhr Nicolas Prost im zweiten Renault Z.E.15 seinem ersten Formel E-Sieg entgegen, doch di Grassi wurde Vierter und Buemi Fünfter. Nun lag der brasilianische Abt-Mann drei Zähler vorne.

Aber Buemi ließ sich nicht beirren und schlug im Stile eines Champions zurück: Er setzte vor dem zehnten und letzten ePrix kurzerhand die Qualifying-Bestzeit – und wurde vom Formel E-Reglement für die Pole Position mit drei WM-Zusatzpunkten belohnt. Sprich: Ausgleich mit Vorteil für den Renault Z.E.15-Piloten, denn sein Teamkollege stand neben ihm in der ersten Startreihe.   


Nach Startcrash brachte schnellste Rennrunde die Titelentscheidung
Was dann folgte, ließ Millionen Zuschauer elektrisiert aufspringen: Kaum war das Rennen freigegeben, schaltete di Grassi auf Attacke. Aggressiv nutzte er die erste Gelegenheit, um sich rabiat nicht nur neben Prost zu bremsen – er schoss sogar am Franzosen vorbei und nahm Buemis Auto aufs Korn. Es kam zur Kollision, beide Meisterschaftsanwärter drehten sich ins Aus. Hätten sie ihre Fahrt nicht fortsetzen können, wäre der Brasilianer Weltmeister gewesen – bei Punktgleichheit zählt die Anzahl der Einzelplatzierungen. Und da beide je drei Siege und zwei zweite Ränge vorweisen konnten, hätte eine dritte Position mehr zugunsten di Grassis entschieden.

Doch: Pech gehabt. Buemis Rennwagen war zwar lädiert, fuhr aber noch. Ebenso wie sein Kontrahent schleppte sich der Schweizer an die Box und stieg dort in den Ersatzwagen für die zweite Hälfte des ePrix um. Reguläre WM-Punkte lagen natürlich nicht mehr in Reichweite, wohl aber die beiden Zähler, die es für die schnellste Rennrunde gibt – und so entbrannte hinter dem eigentlichen Feld ein irrwitziger Einzelzeitfahr-Wettbewerb. Wie von Sinnen schossen beide Kontrahenten um den temporären Kurs und nahmen die letzten Sicherungen heraus. Dabei behielt Buemi am Ende die besseren Nerven: Er ließ seinen Elektroboliden in 1.24,150 Minuten um den welligen Parcours fliegen – für ihn das Ticket zu jenem Meistertitel, den er ein Jahr zuvor noch haarscharf verpasst hatte.   


Au revoir MICHELIN Pilot Sport EV – und bienvenue Pilot Sport EV2
Während sich die Teams bereits auf die neue Formel E-Saison vorbereiten, die am 9. Oktober in Hongkong beginnt, galt es in London auch Abschied zu nehmen: Der innovative Pilot Sport EV-Einheitsreifen der rein elektrischen Rennserie geht nach zwei Jahren in den Ruhestand. Mit dem MICHELIN Pilot Sport EV2 steht die Ablösung bereits bereit, die Testphase hat längst begonnen.

„Der Pilot Sport EV konnte die Rolle des Rennreifens im Motorsport revolutionieren“ betont Serge Grisin, Leiter des Formel E-Programms von Michelin. „Mit seiner profilierten Lauffläche, der 18-Zoll-Dimension, modernem Niederquerschnittverhältnis und überlegener Ausdauerfähigkeit setzte er Meilensteine für Formelautos auf höchstem Niveau. In den beiden Jahren, die er in der Formel E zum Einsatz kam, fungierte er als herausragendes Anschauungsbeispiel für die hohe Qualität und Relevanz der Arbeit von Michelin Motorsport.“   


Neuer MICHELIN Pilot Sport EV2 macht zwei Entwicklungsschritte gleichzeitig
Tatsächlich hatte die französische Premiummarke bereits im Laufe der ersten Formel E-Saison die Entwicklung eines Nachfolgers für den Pilot Sport EV aufgenommen – bis der Motorsport-Weltverband FIA (Fédération Internationale d’Automobile) auch angesichts der vorbildlichen Performance des bestehenden Reifens darum bat, diesen ein zweites Jahr in unveränderter Form einzusetzen. Michelin kam dem Wunsch nach.

Nun macht das Unternehmen mit dem Pilot Sport EV2 für die neue Saison gleich zwei Schritte auf einmal. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem optimierten Rollwiderstand der Pneus, der bis zu 25 Prozent des Energieeinsatzes eines Fahrzeugs aufzehren kann. Verbesserungen in diesem Bereich optimieren nicht nur die Performance der rein elektrischen Rennwagen, sondern kommen in absehbarer Zeit auch Serienbereifungen zugute. Dies beweist das Beispiel des neuen MICHELIN Pilot Sport 4, in den viele Erkenntnisse aus dem Pilot Sport EV eingeflossen sind. Allen Fortschritten zum Trotz: Zugeständnisse in puncto Langlebigkeit oder Haftung gestatten die Reifenentwickler von Michelin dabei nicht – und handeln auf diese Weise in voller Übereinstimmung mit der ehrgeizigen „Michelin Total Performance“-Philosophie des Unternehmens.   


Pilot Sport EV: Weniger Rollwiderstand und Gewicht, keine Kompromisse
„Bei unserer Arbeit konzentrieren wir uns auf eine höhere Energieeffizienz, auch wenn der Pilot Sport EV auf diesem Sektor bereits Vorbildcharakter besaß“, erläutert Grisin. „Durch den Einsatz hochmoderner neuer Technologien konnten wir den Rollwiderstand des EV2 und zeitgleich auch sein Gewicht senken – mit geringerem Energieeinsatz leistet er künftig mehr. Die Kombination dieser beiden Vorteile ermöglicht den Fahrzeugen eine höhere Reichweite und steigert ihre Performance.“

Seit Juni dürfen Teams, die in der kommenden Saison an der Formel E-Meisterschaft teilnehmen, den neuen Reifen der Dimensionen 24/64-18 (Vorderachse) und 27/68-18 (Hinterachse) bereits testen. Wie zuvor bietet Michelin auch den weiter entwickelten Pneu über das gesamte Jahr mit nur einer Laufflächenmischung an. Sie muss bei allen Temperaturen und auf den unterschiedlichsten Strecken funktionieren – egal, ob es trocken oder nass ist. Hinzu kommt: Für freies Training, Qualifying und Rennen steht pro Auto nur ein Satz Reifen zur Verfügung. Dies minimiert den Produktions- und Logistikaufwand und schont auf diese Weise ebenfalls die Umwelt.    


Termine Formel E-Saison 2016/2017
9. Oktober Hongkong (China)
12. November Marrakesch (Marokko)
18. Februar Buenos Aires (Argentinien)
1. April Mexiko City (Mexiko)
22. April folgt
13. Mai Monte Carlo (Monaco)
20. Mai Paris (Frankreich)
10. Juni Berlin (Deutschland)
24. Juni folgt
1. Juli Brüssel (Belgien)
15./16. Juli Montreal (Kanada)
29./30. Juli New York (USA)

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